Kirchliche Hilfswerke begrüßen Untersuchung von Transparency International

Posted April 25, 2008 by
Categories: Armut, Recht, Verbrechen

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Aachen/ Bonn/ Freiburg/ Stuttgart - 24.04.2008. Korruptionsgefahr besteht bei allen internationalen Transfers, auch in der Entwicklungshilfe; sie besteht theoretisch bei kirchlichen Hilfswerken genauso wie bei allen Hilfsorganisationen. Darum wurde im Mai 2004 eine Arbeitsgruppe von Transparency International mit Mitarbeitenden aus Hilfswerken gegründet, um mögliche Gefahrenmomente und Ansatzpunkt für “Korruption in der nicht-staatlichen Entwicklungszusammenarbeit” zu analysieren.

Ziel war, alle Systeme der internen und externen Kontrolle in der Zusammenarbeit mit kirchlichen Partnern noch ‘korruptionsfester’ zu machen und grundsätzlich Korruption vermeiden zu helfen. Dies war eine pro-aktive Maßnahme. Anlass und Inhalt der Studie waren nicht konkrete Korruptionsfälle. Die Arbeitsgruppe hat Informationen über Korruption und über Maßnahmen zu deren Bekämpfung in der Entwicklungszusammenarbeit deutscher kirchlicher und kirchennaher Organisationen zusammengetragen und analysiert. Abschließend wurde im Sommer 2007 ein Bericht mit den Ergebnissen und Empfehlungen erstellt. Aufgabe der Untersuchung der Arbeitsgruppe war es, Korruption grundsätzlich vermeiden zu helfen.

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Internationaler Tag der Pressefreiheit am 3. Mai:

Posted April 23, 2008 by
Categories: Kultur, Medien

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ROG veröffentlicht Fotoband “Nahtstellen” mit Bildern aus Osteuropa und
Zentralasien

Berlin, 23. April 2008. “Nahtstellen” heißt der diesjährige Band aus der
Reihe “Fotos für die Pressefreiheit” von Reporter ohne Grenzen (ROG). Zehn
Künstlerinnen und Künstler blicken in ihren Bildserien nach Osteuropa und
Zentralasien. Sie interpretieren und dokumentieren, wie sich Altes und Neues
zusammenfügt - oder nebeneinander stehen bleibt. “Spuren der Vergangenheit
vermischen sich mit dem deutlichen Streben nach Zukunft und Fortschritt und
drücken sich als Angst oder Zuversicht aus”, schreibt GEO-Fotochefin Ruth
Eichhorn in ihrer Einführung.

Jelena und Viktor Vorobjev etwa zeigen, wie die Kasachen das früher
allgegenwärtige kommunistische Rot mit ihrer Lieblingsfarbe Türkisblau der
Nationalflagge überstreichen. Andrei Liankevich durchstreift seine Heimat
Weißrussland mit einem Blick für die Fluchtversuche der Menschen aus der
Apathie der Politik. Die Aufnahmen von Robert Polidori sind Mahnmale der
strahlenverseuchten Orte Pripjat und Tschernobyl. Und Boris Mikhailov
verbindet in seinen Bildern zentrale Elemente der russischen Gesellschaft:
Schönheit und Leid. Read the rest of this post »

Menschenrecht auf Nahrung als Leitstern

Posted April 22, 2008 by
Categories: Armut, Politik, Recht

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FIAN begrüßt Aktionsplan des Entwicklungsministeriums

Köln, 22. April 2008

FIAN begrüßt den von Bundesentwicklungsministerin Wieczorek-Zeul vorgelegten Neun-Punkte-Plan gegen den Hunger und fordert die Ergänzung um drei Punkte: Abkehr von der marktgestützten Landreform, keine Unterstützung für die durch die Bill Gates Stiftung forcierte Grüne Revolution in Afrika, sowie die substantielle Stärkung der Umsetzung des Menschenrechts auf Nahrung durch die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der UNO (FAO).

Der Zugang zu Land, Wasser und anderen produktiven Ressourcen für Kleinbauern stellt die Grundlage für eine effektive Anti-Hunger-Politik dar. Zugang zu Land ist Voraussetzung dafür, dass Kleinbauernfamilien ihr Menschenrecht auf Nahrung wahrnehmen können. Das BMZ verweist deshalb zu Recht auf die Bedeutung von Agrarreformen. FIAN kritisiert jedoch die Unterschrift der Bundesregierung unter den von der Weltbank vorgelegten Weltentwicklungsbericht 2008 zu Landwirtschaft. Dort empfiehlt die Weltbank, durch die Liberalisierung der Bodenmärkte Land an die produktivsten Nutzer zu übertragen und so die Migration der Masse der Armen aus dem ländlichen Raum zu beschleunigen. Diese marktgestützte Landreform wird den Entwicklungsländern seit Jahren von der Weltbank auferlegt ohne die zwingend notwendige Umverteilung zu leisten. „Ungleiche Machtverhältnisse auf dem Land sind die Hauptursache für den Hunger, und extreme Landkonzentration blockiert ländliche Entwicklung“, sagte Roman Herre, Agrarexperte bei FIAN. Read the rest of this post »

Menschenrecht auf Nahrung mehr als Recht auf bezahlbare Lebensmittel

Posted April 17, 2008 by
Categories: Armut, Soziale Themen

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Kleinbauern in Entwicklungsländern müssen politische Mitbestimmung erhalten

Anlässlich des Tags der Landlosen fordert die Menschenrechtsorganisation FIAN die weltweite Stärkung der Mitbestimmungsrechte von Kleinbauern und den Schutz von Vertretern von Kleinbauernorganisationen. Dies ist die Voraussetzung, um das Menschenrecht auf Nahrung international zu verwirklichen. Die Steigerung der Lebensmittelproduktion wird nur dann den Hunger bekämpfen, wenn Kleinbauern das Recht erhalten, mitzubestimmen, was und auf welcher Fläche produziert werden soll. Nur so lassen sich Landnutzungskonflikte mit dem Anbau von Agrartreibstoffen oder dem Abbau von Rohstoffen für den Export vermeiden.

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ai: Keine Abschiebungen nach Sri Lanka, in den Irak oder den Kosovo!

Posted April 17, 2008 by
Categories: Recht

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Angesichts der ausufernden Gewalt in Sri Lanka dürfen keine Menschen mehr in das südasiatische Land abgeschoben werden. Das Angebot des Bundesinnenministers, christliche Flüchtlinge aus dem Irak aufzunehmen, muss der Beginn eines jährlichen Aufnahmeprogramms von Flüchtlingen sein. Aschkali und Ägypter aus dem Kosovo dürfen in Zukunft nicht abgeschoben werden, forderte amnesty international (ai) anlässlich der Innenministerkonferenz am 17. und 18. April in Bad Saarow.

In Sri Lanka hat die Gewalt dramatisch zugenommen. Allein in den ersten 42 Tagen des Jahres 2008 kamen 180 Zivilisten um, fast 270 wurden verletzt. Die Anschläge erschüttern sämtliche Landesteile. Außergesetzliche Tötungen, Entführungen und gewaltsames “Verschwindenlassen” halten an. “Besonders gefährdet sind Tamilen; dies gilt auch für Rückkehrer”, sagte die ai-Flüchtlingsreferentin Julia Duchrow. “Aber auch für Muslime und Singhalesen besteht keine inländische Fluchtalternative. Es muss daher einen generellen Abschiebungsstopp für Bürger Sri Lankas in Deutschland geben. Außerdem brauchen wir eine langfristige angemessene Regelung für die hier lebenden sri-lankischen Flüchtlinge”, sagte Duchrow. Read the rest of this post »

Sarkozy will Ingrid Betancourt persönlich abholen

Posted April 6, 2008 by
Categories: Verbrechen

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“Operation Ingrid” mit ungewissem Ausgang

Caracas - Die “Operation Ingrid” ist angelaufen, doch was sie bringen wird, weiß niemand. In der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá trafen bereits Ärzte ein, die Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy nach Berichten über den dramatisch verschlechterten Gesundheitszustand der von der Farc-Guerilla entführten kolumbianisch-französischen Politikerin Ingrid Betancourt losgeschickt hatte.

zum Artikel

Weblog Freiheit für die Geiseln in Kolumbien

Sammelmappe

OECD-Zahlen zur öffentlichen Entwicklungshilfe

Posted April 4, 2008 by
Categories: Jugendliche, Kinder

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Welthungerhilfe und terre des hommes kritisieren Rückgang der Entwicklungshilfe

Bonn und Osnabrück, 4. April 2008. Nach den heute von der Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) vorgestellten Zahlen ist die öffentliche Entwicklungshilfe der 22 größten Geberländer im Jahr 2007 erneut zurückgegangen. Sie belief sich auf 103,7 Milliarden Dollar, während 2006 noch 104,4 Milliarden Dollar und 2005 sogar 107,1 Milliarden Dollar zur Verfügung standen.

„Der Rückgang der weltweiten Entwicklungshilfe ist ein herber Rückschlag bei der Bekämpfung von Hunger und Armut und eine schlechte Nachricht für die Milliarde Menschen, die täglich von weniger als einem Dollar leben müssen“, erklärt Peter Mucke, Geschäftsführender Vorstand von terre des hommes. „Unter Berücksichtigung von Inflations- und Wechselkursveränderungen ist die weltweite Entwicklungshilfe 2007 um 8,4 Prozent gesunken. Das ist ein Skandal“, so Mucke weiter. Read the rest of this post »

Simbabwe: Regierung verwehrt ausländischen Medien Wahlberichterstattung

Posted März 27, 2008 by
Categories: Medien, Politik, Recht

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Berlin / Paris, 27. März 2008. Die Regierung Simbabwes verweigert mehreren ausländischen Nachrichtenmedien eine Berichterstattung von den Wahlen am kommenden Samstag (29. März). Reporter ohne Grenzen (ROG) verurteilt diese Absage an die Pressefreiheit auf das Schärfste.„Das Vorgehen der simbabwischen Regierung zeigt, das sie an fairen und freien Wahlen nicht interessiert ist“, so ROG. „Darüber können auch die vereinzelt zugelassenen ausländischen Beobachter nicht hinwegtäuschen. Es ist offensichtlich, dass Presse- und Meinungsfreiheit nicht garantiert und somit die Wahlen nicht demokratisch sind.“

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»Our Rivers, Our Lives« - Kinder schützen ihre Flüsse

Posted März 19, 2008 by
Categories: Jugendliche, Kinder, Umwelt

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Die Kampagne und der terre des hommes-Aktionsschwerpunkt

Fabriken, Staudämme, Bergbau oder große auf den Export orientierte Plantagen - gern werden solche Vorhaben von den internationalen Investoren hoch gelobt als Projekte, die dem Land Fortschritt, Entwicklung und Devisen bringen. Dies mag in einigen Fällen richtig sein, aber sehr häufig ist der Schaden größer als der Gewinn: Umweltstandards reichen nicht aus oder werden einfach ignoriert, Wasserquellen und Flüsse werden übernutzt oder verschmutzt. Bauern und Fischer, deren Familien seit Jahrhunderten vom Reichtum der Flüsse leben, verlieren ihre Existenzgrundlage, wenn das Flusswasser in der Regenzeit die Felder nicht mehr düngt, wenn Überschwemmungen unvorhersehbar geworden sind, wenn die Fische weniger werden und einige Arten ganz aussterben.

terre des hommes-Partnerorganisationen beobachten seit Jahren, dass Armut von Kindern nicht zuletzt auch durch die ungehemmte Ausbeutung und Zerstörung der Natur verursacht wird. Read the rest of this post »

In US-Geheimhaft verschleppt und gefoltert - Der Fall Khaled al-Maqtari

Posted März 14, 2008 by
Categories: Recht, Verbrechen

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Berlin, 14. März 2008 - Erst Abu Ghraib, dann ein Geheimgefängnis in Afghanistan und schließlich ein Gefangenenlager an unbekanntem Ort: Khaled al-Maqtari hat mehr als zweieinhalb Jahre in US-Gefangenschaft verbracht. Der 31-jährige Jemenit wurde gefoltert und verhört, aber nie formell angeklagt. Seit Mai 2007 ist al-Maqtari frei. Ein heute veröffentlichter Bericht von amnesty international (ai) zeichnet seinen Fall detailliert nach. „Die Aussagen von al-Maqtari belegen erneut, dass die USA im sogenannten ‚Krieg gegen den Terror’ systematisch die Menschenrechte verletzen“, sagte Ferdinand Muggenthaler, USA-Experte der deutschen ai-Sektion. „Verschleppungen, Geheimgefängnisse und Folter verstoßen klar gegen internationales Recht. Die Verantwortung trägt die Regierung Bush.“ Die Aussagen al-Maqtaris stimmen mit den Berichten anderer ehemaliger US-Gefangener überein, die ai dokumentiert hat. Read the rest of this post »