Die Lokführer streiken
Die Lokführer streiken - und was sage ich dazu? Ich schweige. Ich bin peinlich berührt. Gerichtsurteile legen fest, wer, wann, wo unter welchen Umständen streiken darf? Mittlerweile bin ich an vieles gewöhnt.
Man nennt Menschen wie mich “Sozialromantikerinnen”
und meint sie damit zu beschimpfen
aber wenn ihr auch laut redet
und dabei mein (mein!) (mein!) Fahrgeld dafür ausgebt
das ich in achtundsiebzig verschiedene Automaten gesteckt habe
um von der Wabe X zur Wabe Y zu gelangen
und mein Fahrgeld
das ich überwiesen habe
und mein Fahrgeld
das ihr von meiner Kreditkarte abgebucht habt
wenn ihr all dieses Geld dafür ausgebt
um in teuren Anzeigen euren Lügen zu verbreiten
dann habt ihr für einen Augenblick
ein Erfolgserlebnis
Weil die RomantikerInnen
so unscheinbar und klein
und vor allem
leise
so
lautlos
zu besiegen sind.
Aber täuscht euch mal nicht.
Wir sind viel mehr als ihr so denkt.
Wir sind mehr als tausend Lokführer und Lokführerinnen.
Auch wenn wir erst noch
unsere Stimmen trainieren
Tags: Gedicht, Gesellschaft, Lokführerstreik, Lyrik, Steik, Streikposten
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Oktober 25, 2007 at 7:22 Uhr nachmittags
[...] Man nennt Menschen wie mich SozialromatikerInnen … « Nein, nein, nein [...]
Oktober 26, 2007 at 1:44 Uhr vormittags
mal ein erfrischend ganz anderer beitrag zum streik, sehr schön!
Oktober 26, 2007 at 5:14 Uhr vormittags
Vielleicht zu leise?
Oktober 26, 2007 at 6:19 Uhr vormittags
Herr Mehdorn hat es nicht nötig zu streiken, er bekommt sein Geld und kann damit gut auskommen! Vielleicht sollte mal der Herr aus seinem Turm heruntersteigen und mit dem Gehalt eines Lokführers seine Auslagen verwalten …
Oktober 26, 2007 at 10:29 Uhr vormittags
Warum sollte er das tun?
Ihm geht es doch wunderbar, er lebt doch gut von dem Geld, das ich ihm monatlich zukommen lassen. Er hat sogar noch genug Geld übrig, um Anzeigen zur Diffamierung seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu finanzieren.
Oktober 27, 2007 at 9:10 Uhr nachmittags
und dann lassen sich die vorstands-damen und -herren ihr eh schon unverschämtes millionengehalt einfach, still und leise um über 70% erhöhen, ohne streik, …
@claudia
kann nie laut genug sein, stimmt schon, kannst ja noch nen podcast dazu machen
ansonsten nicht zu leise…
Oktober 28, 2007 at 8:19 Uhr vormittags
Podcast ist eine gute Idee. Leider habe ich so große Schwierigkeiten mit der Aufnahme. Da muss ich mich noch etwas verbessern.
Das Thema Vorstandsgehälter wird langsam nicht nur dreist sondern wahrhaftig unmoralisch.
November 2, 2007 at 5:06 Uhr nachmittags
[...] kann die Tarifauseinandersetzung endlich weitergeführt werden. Leider imer noch mit ungleichen Mitteln, aber wenigstens ist ein Anfang getan. Explore posts in the same categories: [...]
November 15, 2007 at 9:59 Uhr vormittags
[...] Gesetze über das Streiken mitbestimmen dürfen, hat mich ähnlich wie Claudia Kilian entsetzt. Wenn ich und meine Kollegen mehr Lohn für angemessen halte, dann bekomme ich denn auch. Punkt. Da [...]